Bei uns im Garten wohnen ja zwei Bienenvölker, die eigentlich schon längst mal einen eigenen Post verdient haben.
Maja und ihre Freunde gehören meinem Vater, der Hobbyimker ist und uns freundlicherweise zwei Bienenstöcke auf die Streuobstwiese gestellt hat.
Die Bienen sind so friedlich, dass wir noch nie gestochen wurden, selbst aus nächster Nähe kann man sie ohne Schutzkleidung beobachten. Trotzdem ist es natürlich ratsam, vorsichtig zu sein.
...und mit Opas Imkerhut macht die Sache auch mehr Spaß!
Interessanterweise mögen Bienen es überhaupt nicht, wenn man dunkle Farben trägt, deshalb sind Imkeranzüge immer weiß. Der Grund scheint zu sein, dass man dann mit einem Bären verwechselt wird!
Und mit denen haben Bienen ja schon seit Winnie Puh eine bittere Fehde.
Leckere Äpfel ernten wird ohne Bienen schwierig. Deshalb freuen wir uns über unsere fliegenden Haustiere auf der Streuobstwiese besonders.
"Wenn die Biene ausstirbt, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben", prophezeite Albert Einstein.
Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, wohl aber dass die Bienen tatsächlich sehr gefährdet sind, vor allem durch Pestizide, Krankheiten und die Varroamilbe, die die Bienen befällt und aussaugt.
Aber auch geeignete Nahrungsquellen sind für Bienen nicht immer leicht zu finden. Viele schön angelegte Gärten sind aus Bienensicht wahre Wüsten, denn großzügige Rasenflächen, immergrüne Sträucher oder auch die gefüllten Blüten moderner Blumenzüchtungen bieten ihnen zu wenig Futter.
Bei den ungefüllten Blüten der Bobby James können die Bienen ungehindert in das Blüteninnere und so an den Nektar gelangen.
Wer etwas für Bienen tun möchte, muss nicht gleich selber Bienen halten. Ein Garten mit blühenden Kräutern (z.B. Borretsch, Majoran, Thymian oder Lavendel), Obstbäumen oder Sträuchern (z.B. Apfel, Kirschen, Himbeeren) und Blumen wie zum Beispiel Sonnenblumen, Rambler Rosen, Sedum, Mohn, Krokussen, Narzissen ist eine gute Bieneweide.
Dabei ist vor allem wichtig, dass möglichst durchgängig und auch im frühen und späten Jahr noch Pflanzen für die Bienen blühen.
Und auch Durst haben die kleinen Gartenbewohner. Eine Vogeltränke oder ein Gartenteich finden Bienen super, um im Vorbeifliegen Wasser aufzunehmen.
Im Herbst bekommen die Bienen Futterzargen in ihre Stöcke, mit denen sie durch den Winter kommen. Die Winterbienen leben weitaus länger als ihre Schwestern, die im Frühling oder Sommer schlüpfen, denn in der kalten Jahreszeit kann kein Futter gesammelt und deshalb auch kein Nachwuchs herausgezogen werden. So werden die Winterbienen bis zu sechs Monate alt und helfen mit, das Volk zu erhalten, damit auch im nächsten Frühjahr wieder Bienen im Garten summen.
Um diese Jahreszeit kommen die Bienen nur noch an richtig sonnigen Tagen aus dem Stock, denn nun wird es ihnen langsam zu kalt. In der Beute (so nennt der Imker die Bienenstöcke) selber aber ist es schön warm: Durch das Bilden einer sogenannten Wintertraube, in der die Bienen sich aneinander festhalten, wärmen sie sich gegenseitig. Indem sie ihre Flugmuskulatur bewegen, können sie in ihrer Umgebung eine Temperatur von 25 Grad erreichen und so die Königin vor dem Frost schützen.
Bienen sind friedliche, interessante und sehr nützliche Tiere...
...und Honig fällt dabei für uns natürlich auch ab - ein Glück, denn den mögen wir besonders gerne.
Im Mai stehen die Beuten im Rapsfeld, so dass wir cremigen, hellen Rapshonig genießen können.
Aber auch der etwas kräftigere Sommerhonig, der aus dem Nektar der Sommerblumen gewonnen wird, ist sehr lecker.
Schön, dass Ihr mich auf diesem Ausflug in die Welt der Bienen begleitet habt - ich hoffe, Ihr mögt auch gerne Honig!