Neues aus

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Sonntag, 20. Oktober 2013

Biene Maja, Willi und Co






Bei uns im Garten wohnen ja zwei Bienenvölker, die eigentlich schon längst mal einen eigenen Post verdient haben.

Maja und ihre Freunde gehören meinem Vater, der Hobbyimker ist und uns freundlicherweise zwei Bienenstöcke auf die Streuobstwiese gestellt hat.




Die Bienen sind so friedlich, dass wir noch nie gestochen wurden, selbst aus nächster Nähe kann man sie ohne Schutzkleidung beobachten. Trotzdem ist es natürlich ratsam, vorsichtig zu sein.






...und mit Opas Imkerhut macht die Sache auch mehr Spaß!

Interessanterweise mögen Bienen es überhaupt nicht, wenn man dunkle Farben trägt, deshalb sind Imkeranzüge immer weiß. Der Grund scheint zu sein, dass man dann mit einem Bären verwechselt wird! 
Und mit denen haben Bienen ja schon seit Winnie Puh eine bittere Fehde.








Leckere Äpfel ernten wird ohne Bienen schwierig. Deshalb freuen wir uns über unsere fliegenden Haustiere auf der Streuobstwiese besonders.







"Wenn die Biene ausstirbt, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben", prophezeite Albert Einstein.






Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, wohl aber dass die Bienen tatsächlich sehr gefährdet sind, vor allem durch Pestizide, Krankheiten und die Varroamilbe, die die Bienen befällt und aussaugt. 






Aber auch geeignete Nahrungsquellen sind für Bienen nicht immer leicht zu finden. Viele schön angelegte Gärten sind aus Bienensicht wahre Wüsten, denn großzügige Rasenflächen, immergrüne Sträucher oder auch die gefüllten Blüten moderner Blumenzüchtungen bieten ihnen zu wenig Futter.



Bei den ungefüllten Blüten der Bobby James können die Bienen ungehindert in das Blüteninnere und so an den Nektar gelangen.


Wer etwas für Bienen tun möchte, muss nicht gleich selber Bienen halten. Ein Garten mit blühenden Kräutern (z.B. Borretsch, Majoran, Thymian oder Lavendel), Obstbäumen oder Sträuchern (z.B. Apfel, Kirschen, Himbeeren) und Blumen wie zum Beispiel Sonnenblumen, Rambler Rosen, Sedum, Mohn, Krokussen, Narzissen ist eine gute Bieneweide.





Dabei ist vor allem wichtig, dass möglichst durchgängig und auch im frühen und späten Jahr noch Pflanzen für die Bienen blühen.




Und auch Durst haben die kleinen Gartenbewohner. Eine Vogeltränke oder ein Gartenteich finden Bienen super, um im Vorbeifliegen Wasser aufzunehmen.





Im Herbst bekommen die Bienen Futterzargen in ihre Stöcke, mit denen sie durch den Winter kommen. Die Winterbienen leben weitaus länger als ihre Schwestern, die im Frühling oder Sommer schlüpfen, denn in der kalten Jahreszeit kann kein Futter gesammelt und deshalb auch kein Nachwuchs herausgezogen werden. So werden die Winterbienen bis zu sechs Monate alt und helfen mit, das Volk zu erhalten, damit auch im nächsten Frühjahr wieder Bienen im Garten summen.








Um diese Jahreszeit kommen die Bienen nur noch an richtig sonnigen Tagen aus dem Stock, denn nun wird es ihnen langsam zu kalt. In der Beute (so nennt der Imker die Bienenstöcke) selber aber ist es schön warm: Durch das Bilden einer sogenannten Wintertraube, in der die Bienen sich aneinander  festhalten, wärmen sie sich gegenseitig. Indem sie ihre Flugmuskulatur bewegen, können sie in ihrer Umgebung eine Temperatur von 25 Grad erreichen und so die Königin vor dem Frost schützen.


Bienen sind friedliche, interessante und sehr nützliche Tiere...





...und Honig fällt dabei für uns natürlich auch ab - ein Glück, denn den mögen wir besonders gerne. 





Im Mai stehen die Beuten im Rapsfeld, so dass wir cremigen, hellen Rapshonig genießen können. 




Aber auch der etwas kräftigere Sommerhonig, der aus dem Nektar der Sommerblumen gewonnen wird, ist sehr lecker.




Schön, dass Ihr mich auf diesem Ausflug in die Welt der Bienen begleitet habt - ich hoffe, Ihr mögt auch gerne Honig!

Eure Ida



Kommentare:

  1. Liebe Ida,
    danke für diesen sehr informativen und eigentlich sehr wichtigen Post.
    Ja wen die Bienen sterben.... Das hat mir ein alter Mann auch mal erzählt. Ob es stimmt , weiß ich auch nicht aber ein Funken Wahrheit ist sicher daran. Bienen sind so wichtige Lebewesen.
    Bei meinem Lavendel im Garten tummeln sie sich auch immer herum. Ich finde das schön zu beobachten.
    Honig mochte ich immer sehr gerne. Leider wegen meiner Fructoseintoleranz nicht mehr möglich.
    Ich verwende statt Honig jetzt Dinkelsirup. Schmeckt sehrrrrrrr ähnlich :-)
    So ein leckeres Honigbrot ist doch was ganz leckeres. In deine auf den Fotos möchte ich am liebsten gleich reinbeißen :-)

    Tolle Fotos hast du uns auch wieder gezeigt.

    Schönen Sonntag!!
    Alles Liebe
    Deine Tina

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  2. Liebe Ida,
    das ist ein wunderschöner Post! Vielen Dank dafür.
    Ich habe auch wieder etwas Neues über Bienen gelernt.
    Schön, dass Ihr sogar eigene Bienen im Garten habt!
    Liebe Grüße,
    Britta

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  3. Liebe Ida,
    deine Bilder sind schön anzusehen und mich freut es, dass ihr eigene Bienen im Garten habt.
    In unserer Gegend klagen die Imker schon lange, dass es immer weniger Bienen gibt und damit auch weniger Honig. So haben wir dieses Jahr im Garten noch Wildblumen gesät, an die gerne Bienen dran gehen. Es war schön zu hören, wie im Garten während der Sommerzeit alles gesummt hat :-)
    Liebe Grüße

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  4. Liebe Ida,

    das war wirklich ein toller Post. Ich finde es toll dass der Opa so ein schönes Hobby hat. Ich liebe auch Honig sehr und schaue beim Kaufen immer auf die Sorte und die Qualität. Deine herzigen Honigbrote sehen sooo verführerisch lecker aus. Ja, man muss den fleißigen Bienen wirklich genügend Platz und auch die richtigen Pflanzen bieten. Ich hoffe sehr dass es niemals ein Bienensterben geben wird.

    Viele liebe Sonntagsgrüße

    Kerstin

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  5. Danke für diesen schönen Beitrag, liebe Ida- auch im Namen unserer Schloss- Bienen :) Die sind über Aufklärung immer dankbar! Der Schlossherr hat hier gerade das letzte Mal geschleudert, so dass wir mit eigenem Honig über den Winter kommen, nun haben die lieben Kleinen ihre Ruhe.
    Eine schöne Woche dir, liebe Grüße,
    Tanja

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    1. Oh wie schön, Ihr habt auch Bienen! Und seid nicht nur Gastgeber, sondern auch Imker - was für ein schönes Hobby.
      Liebe Grüße, Ida

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  6. hallo liebe ida!!! für mich sind bienen nicht nur nützliche tiere, aber auch eine wunderschöne kindheitserinnerung. mein opa hatte schon immer eine imkerei, mit richtig vielen bienenvölkern - etwa 70 waren es in den besten zeiten. und da galt es zu helfen, wenn der honig geschleudert wurde und auch wenn die bienen für den winter vorbereitet werden mussten. dafür gabs jederzeit leckeren honig - besseren habe ich noch nie gegessen :) und heute noch wenn ich eine biene in meinem garten sehe, ist es für mich als ob mein opa mich besuchen würde und jetzt muss ich heulen, weil es doch jetzt alles anders ist und der opa ist nicht mehr da...
    liebe grüsse von aneta

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  7. Liebe Ida,

    ein schöner Bienenpost!!! Meine Schwiegereltern sind Imker, da bekommt man natürlich eine Menge mit von diesen nützlichen Tierchen. Es ist schon Wahnsinn wie viele Bienen in so einer Beute leben. Und über die Wintertraube wurde ich neulich gerade aufgeklärt ;-) Ich liebe Honig und durch Schwiegereltern sind wir natürlich gut versorgt. Wer einmal Imkerhonig gegessen hat, der mag keinen anderen mehr.... so geht es mir zumindest....

    Sei lieb gegrüßt
    Cloudy

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